{"id":13361,"date":"2026-06-18T18:01:51","date_gmt":"2026-06-18T16:01:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mascontour.info\/?p=13361"},"modified":"2026-06-18T18:01:54","modified_gmt":"2026-06-18T16:01:54","slug":"die-vergangenheit-bewahren-die-zukunft-sichern-abschluss-einer-besonderen-lernreise-durch-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mascontour.info\/de\/die-vergangenheit-bewahren-die-zukunft-sichern-abschluss-einer-besonderen-lernreise-durch-europa\/","title":{"rendered":"Die Vergangenheit bewahren, die Zukunft sichern: Abschluss einer besonderen Lernreise durch Europa"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>In den vergangenen Monaten kamen Fachleute aus den Bereichen Erinnerungskultur und Kulturerbe aus ganz Europa im Rahmen des Projekts <strong>\u201ePreserving the Past \u2013 Securing the Future: A Sustainable Approach to Cultural and Remembrance Heritage\u201c<\/strong> zusammen. Ziel war es, gemeinsam zu erarbeiten, wie Erinnerungsorte nachhaltiger, resilienter und zukunftsf\u00e4higer gestaltet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem erfolgreichen Abschluss der dreiteiligen Workshop-Reihe endet eine inspirierende Lernreise, die Teilnehmende aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Polen zusammengef\u00fchrt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Was als Reihe von Workshops begann, entwickelte sich zu einer lebendigen Plattform f\u00fcr Austausch, gegenseitiges Lernen und internationale Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt standen Organisationen, die das Gedenken an die Gemeinschaften und Zivilbev\u00f6lkerungen bewahren, die w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs gelitten haben, und die zugleich Verantwortung f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung ihrer Einrichtungen und Regionen \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Drei Orte \u2013 ein gemeinsames Ziel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Den Auftakt bildete ein Workshop im <strong>Juno Beach Centre<\/strong> in der Normandie. An diesem geschichtstr\u00e4chtigen Ort, der eng mit den alliierten Landungen im Zweiten Weltkrieg verbunden ist, setzten sich die Teilnehmenden mit den Grundlagen nachhaltiger Entwicklung in Erinnerungs- und Kulturerbeeinrichtungen auseinander. Im Fokus stand die Frage, wie Museen, Gedenkst\u00e4tten und Besucherzentren den Spagat zwischen Bewahrung, Bildungsauftrag und verantwortungsvollem Ressourcenmanagement meistern k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zweite Station f\u00fchrte die Gruppe nach <strong>Danzig (Gda\u0144sk)<\/strong> in Polen. Die Stadt, deren Geschichte eng mit dem Zweiten Weltkrieg verkn\u00fcpft ist, bot den passenden Rahmen f\u00fcr Diskussionen \u00fcber soziale Nachhaltigkeit. Themen wie die Einbindung lokaler Gemeinschaften, Inklusion, Barrierefreiheit, Bildung und Menschenrechte standen im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden tauschten Erfahrungen aus ihren Institutionen aus und entwickelten gemeinsam Ans\u00e4tze, um Erinnerungsorte relevanter, zug\u00e4nglicher und nachhaltiger zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der abschlie\u00dfende Workshop fand in <strong>Lucca<\/strong> in Italien statt \u2013 einer Stadt, die w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs ein bedeutendes Zentrum des Widerstands gegen den Faschismus war. Hier richtete sich der Blick auf die langfristige Zukunftsf\u00e4higkeit von Erinnerungsinstitutionen. Diskutiert wurden Fragen des Managements, Monitorings und Fundraisings ebenso wie die wirtschaftlichen Effekte auf die Region und die Kommunikation des gesellschaftlichen Mehrwerts von Erinnerungsarbeit. Dabei wurde deutlich, dass Erinnerungsorte weit mehr leisten als historische Wissensvermittlung: Sie f\u00f6rdern demokratische Werte, gesellschaftlichen Zusammenhalt, das Wohlbefinden von Gemeinschaften und die lokale Entwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Voneinander lernen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine besondere St\u00e4rke der Workshop-Reihe war die Vielfalt der vertretenen Perspektiven. Die Teilnehmenden kamen aus unterschiedlichen Organisationen an der Schnittstelle von Erinnerungskultur, Kulturerbe und Tourismus und brachten vielf\u00e4ltige Erfahrungen, Herausforderungen und L\u00f6sungsans\u00e4tze mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Verlauf des Programms entstanden intensive Diskussionen zu zentralen Fragestellungen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wie k\u00f6nnen Erinnerungsinstitutionen nachhaltiger wirtschaften und handeln?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie lassen sich Beziehungen zu lokalen Gemeinschaften st\u00e4rken?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie kann der gesellschaftliche Wert von Erinnerungsarbeit sichtbar gemacht werden \u2013 \u00fcber reine Besucherzahlen hinaus?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie gelingt es, Nachhaltigkeit in allt\u00e4gliche Entscheidungsprozesse zu integrieren?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Dabei zeigte sich, dass viele Einrichtungen \u2013 unabh\u00e4ngig von Gr\u00f6\u00dfe, Standort oder Tr\u00e4gerschaft \u2013 vor \u00e4hnlichen Herausforderungen stehen. Der Austausch von Erfahrungen erwies sich als einer der wirkungsvollsten Wege, voneinander zu lernen und gemeinsam L\u00f6sungen zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nachhaltigkeit in der Praxis<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein besonderes Merkmal der Workshop-Reihe war die konsequente Verbindung von Theorie und Praxis. Auf jeden Workshop folgte eine Mentoring-Sitzung, in der die Teilnehmenden ihre Fortschritte pr\u00e4sentierten und Erfahrungen aus der Umsetzung erster Ma\u00dfnahmen austauschten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen den Workshops wurden die Einrichtungen ermutigt, neue Ideen auszuprobieren und konkrete Nachhaltigkeitsma\u00dfnahmen umzusetzen. Dabei zeigte sich eindrucksvoll, dass Nachhaltigkeit nicht zwangsl\u00e4ufig gro\u00dfe Investitionen erfordert. Oft sind es kleine, bewusst gew\u00e4hlte Schritte, die nachhaltige Ver\u00e4nderungen ansto\u00dfen \u2013 etwa die st\u00e4rkere Einbindung lokaler Gemeinschaften, Verbesserungen bei der Barrierefreiheit, die Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten, die Sensibilisierung von Mitarbeitenden oder die systematische Erfassung von Wirkungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Austausch dieser Erfahrungen war f\u00fcr alle Beteiligten eine wertvolle Inspirationsquelle und verdeutlichte einmal mehr: Nachhaltigkeit ist kein Endzustand, sondern ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein engagiertes Team hinter dem Projekt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Begleitet wurde die Workshop-Reihe vom mascontour-Team mit <strong>Nicole, Mait\u00e9 und Matthias<\/strong>. Sie f\u00fchrten die Teilnehmenden durch die verschiedenen Themenfelder, moderierten die Diskussionen und vermittelten praxisnahe Werkzeuge sowie Beispiele aus den Bereichen Tourismus, Kulturerbe und Nachhaltigkeitsmanagement.<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel war es, ein offenes und unterst\u00fctzendes Lernumfeld zu schaffen, in dem die Teilnehmenden voneinander lernen, bestehende Denkweisen hinterfragen und Nachhaltigkeitsprinzipien in konkrete Ma\u00dfnahmen f\u00fcr ihre eigenen Organisationen \u00fcbersetzen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dank an unsere Partner<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Projekt dieser Art ist nur durch starke Partnerschaften und gemeinsames Engagement m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser besonderer Dank gilt daher den Partnerorganisationen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.junobeach.org\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.junobeach.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Juno Beach Centre, France<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.fondazionecampus.it\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.fondazionecampus.it\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fondazione Campus Studi del Mediterraneo, Italy<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.lre-foundation.org\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.lre-foundation.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Liberation Route Europe (LRE)<\/a> als federf\u00fchrende Organisation des Projekts<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Durch ihre Unterst\u00fctzung, ihr Fachwissen und ihre Zusammenarbeit wurde es m\u00f6glich, Institutionen aus ganz Europa zusammenzubringen und einen wertvollen Raum f\u00fcr Austausch, gemeinsames Lernen und neue Impulse zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Blick nach vorn<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn die Workshop-Reihe nun abgeschlossen ist, wirken die entstandenen Ideen, Kontakte und Kooperationen weit \u00fcber das Projekt hinaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Teilnehmenden kehren mit neuen Erkenntnissen, praktischen Werkzeugen und einem erweiterten Netzwerk in ihre Organisationen zur\u00fcck. Sie verbindet ein gemeinsames Ziel: die Geschichten der Vergangenheit zu bewahren und zugleich sicherzustellen, dass Erinnerungsinstitutionen auch f\u00fcr kommende Generationen relevant, resilient und wirkungsvoll bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn Nachhaltigkeit im Bereich der Erinnerungskultur bedeutet weit mehr als den Schutz historischer Orte und Sammlungen. Sie bedeutet auch, die Werte, Gemeinschaften und das demokratische Bewusstsein zu st\u00e4rken, zu denen diese Orte beitragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir danken allen Beteiligten f\u00fcr ihr Engagement und freuen uns darauf, zu verfolgen, wie die in der Normandie, in Danzig und in Lucca entwickelten Ideen in den kommenden Jahren weiter wachsen und ihre Wirkung entfalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.lre-foundation.org\/preserving-the-past-securing-the-future-final-workshop-on-economic-sustainability-in-lucca\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.lre-foundation.org\/preserving-the-past-securing-the-future-final-workshop-on-economic-sustainability-in-lucca\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klicke hier, um mehr Informationen zu erhalten. <\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den vergangenen Monaten kamen Fachleute aus den Bereichen Erinnerungskultur und Kulturerbe aus ganz Europa im Rahmen des Projekts \u201ePreserving the Past \u2013 Securing the Future: A Sustainable Approach to Cultural and Remembrance Heritage\u201c zusammen. 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